Fagaceae
Stieleiche
Quercus robur L.
Langlebiger Laubbaum; dieses Profil beschreibt Quercus robur. Medizinisch verwendet wird junge Eichenrinde wegen ihres hohen Gerbstoffgehalts als adstringierende Droge für Haut, Schleimhaut und kurzzeitig bei Durchfall.
Wirkung und Einordnung
Evidenz: begrenzt (2/5)
Rinde als Abkochung innerlich: laut EMA/HMPC traditionell bei leichtem Durchfall. Rindenabkochung als Gurgellösung: traditionell bei leichten Entzündungen der Mundschleimhaut. Rindenabkochung äußerlich als Umschlag, Waschung oder Sitzbad: traditionell bei leichten Hautentzündungen. Dieses Profil beschreibt Quercus robur; die Monographie umfasst auch Quercus petraea und Quercus pubescens.
Anwendung
- Innerlich wird Eichenrinde traditionell kurzzeitig bei leichtem Durchfall genutzt.
- Äußerlich kommen Abkochungen als Umschläge, Waschungen oder Sitzbäder bei leichten Haut- und Schleimhautentzündungen infrage.
- Im Mund- und Rachenraum kann eine verdünnte Abkochung als Gurgellösung verwendet werden.
Ökologische Bedeutung
Ökologie: sehr hoch (5/5)
Die Stieleiche gehört zu den ökologisch bedeutendsten heimischen Gehölzen. Sie trägt eine außergewöhnlich große Zahl an Insekten, Gallwespen, Käfern, Raupen und Pilzen; Eicheln ernähren Eichelhäher, Spechte, Mäuse und weitere Tiere.