Evidenzorientiertes Pflanzenwissen

Fagaceae

Stieleiche

Quercus robur L.

Langlebiger Laubbaum; dieses Profil beschreibt Quercus robur. Medizinisch verwendet wird junge Eichenrinde wegen ihres hohen Gerbstoffgehalts als adstringierende Droge für Haut, Schleimhaut und kurzzeitig bei Durchfall.

Eiche Deutsche Eiche English oak
Bild: Wikimedia Commons, Mannivu, CC BY-SA 4.0. Quelle öffnen

Wirkung und Einordnung

Evidenz: begrenzt (2/5)

Rinde als Abkochung innerlich: laut EMA/HMPC traditionell bei leichtem Durchfall. Rindenabkochung als Gurgellösung: traditionell bei leichten Entzündungen der Mundschleimhaut. Rindenabkochung äußerlich als Umschlag, Waschung oder Sitzbad: traditionell bei leichten Hautentzündungen. Dieses Profil beschreibt Quercus robur; die Monographie umfasst auch Quercus petraea und Quercus pubescens.

sehr gerbstoffreich adstringierend sekretionshemmend

Anwendung

  • Innerlich wird Eichenrinde traditionell kurzzeitig bei leichtem Durchfall genutzt.
  • Äußerlich kommen Abkochungen als Umschläge, Waschungen oder Sitzbäder bei leichten Haut- und Schleimhautentzündungen infrage.
  • Im Mund- und Rachenraum kann eine verdünnte Abkochung als Gurgellösung verwendet werden.

Ökologische Bedeutung

Ökologie: sehr hoch (5/5)

Die Stieleiche gehört zu den ökologisch bedeutendsten heimischen Gehölzen. Sie trägt eine außergewöhnlich große Zahl an Insekten, Gallwespen, Käfern, Raupen und Pilzen; Eicheln ernähren Eichelhäher, Spechte, Mäuse und weitere Tiere.

Gallwespen Käfer Schmetterlingsraupen Eichelhäher Spechte Mäuse Pilze Totholzbewohner Schlüsselart Raupenfutterpflanze Eicheln Totholz Vogelnährgehölz heimischer Baum

Studien und Quellen