Malvaceae
Eibisch
Althaea officinalis L.
Mehrjährige Malvenpflanze mit samtigen Blättern und blassrosa Blüten. Die schleimstoffreiche Wurzel ist eine klassische Reizlinderungsdroge bei trockenem Husten und Schleimhautreizungen.
Wirkung und Einordnung
Evidenz: begrenzt (2/5)
Wurzel als Kaltauszug oder Sirup: laut EMA/HMPC traditionell bei Reizungen der Mund- und Rachenschleimhaut mit trockenem Husten und bei leichten Magen-Darm-Beschwerden. Blätter als Tee: ebenfalls schleimstoffreich und traditionell genutzt, aber im Profil schwächer belegt als die Wurzel. Die Wirkung ist durch den Schleimstofffilm plausibel.
Anwendung
- Eibischwurzel wird bevorzugt als Kaltauszug zubereitet, damit Schleimstoffe gut extrahiert werden.
- Geeignet ist sie traditionell bei Reizungen im Mund- und Rachenraum und damit verbundenem trockenem Husten.
- Auch leichte Beschwerden im Magen-Darm-Trakt können durch den Schleimstofffilm symptomatisch gelindert werden.
Ökologische Bedeutung
Ökologie: hoch (4/5)
Eibisch ist eine heimische bis regional seltene Staude feuchter, nährstoffreicher Standorte. Die großen Malvenblüten werden von Wildbienen und Hummeln besucht; Malvengewächse können zudem für spezialisierte Insekten relevant sein.