Evidenzorientiertes Pflanzenwissen

Malvaceae

Wilde Malve

Malva sylvestris L.

Schleimstoffreiche Malvenpflanze mit violett geaderten Blüten. Dieses Profil beschreibt Malva sylvestris; Blätter und Blüten werden traditionell bei Reizungen der Atemwegs- und Verdauungsschleimhäute verwendet.

Malve Käsepappel Mallow
Bild: Wikipedia/Wikimedia, Wilde Malve. Quelle öffnen

Wirkung und Einordnung

Evidenz: begrenzt (2/5)

Blätter als Tee oder lauwarmer Auszug: laut EMA/HMPC traditionell bei Reizungen von Mund oder Rachen mit trockenem Husten sowie bei leichten Magen-Darm-Beschwerden. Blüten von Malva sylvestris: ebenfalls traditionell als Schleimstoffdroge genutzt; die Blütenmonographie bezieht sich auf diese Art. Die Blattmonographie umfasst Malva sylvestris und/oder Malva neglecta; dieses Profil beschreibt Malva sylvestris.

schleimstoffreich reizlindernd mild entzündungsberuhigend traditionell

Anwendung

  • Malvenblätter und -blüten werden traditionell bei gereizter Mund- und Rachenschleimhaut sowie trockenem Husten eingesetzt.
  • Als Schleimstoffdroge kann Malve auch bei leichten Magen-Darm-Reizungen symptomatisch genutzt werden.
  • Die Zubereitung als lauwarmer Auszug ist sinnvoll, wenn Schleimstoffe im Vordergrund stehen.

Ökologische Bedeutung

Ökologie: hoch (4/5)

Malve ist eine wertvolle heimische Saum- und Ruderalpflanze. Die offenen Blüten liefern Pollen und Nektar für Wildbienen, Hummeln und Schwebfliegen; Malven sind außerdem für einzelne spezialisierte Insekten bedeutsam.

Wildbienen Hummeln Schwebfliegen Malven-Spezialisten Malvengewächs Saum Ruderalfläche Pollen Nektar

Studien und Quellen