Evidenzorientiertes Pflanzenwissen

Oleaceae

Gewöhnliche Esche

Fraxinus excelsior L.

Großer heimischer Laubbaum mit schwarzen Knospen, unpaarig gefiederten Blättern und geflügelten Nussfrüchten. Eschenblätter werden traditionell bei leichten Gelenkschmerzen und zur Durchspülung bei leichten Harnwegsbeschwerden verwendet.

Gemeine Esche Hohe Esche Hochesche Eschenblatt Fraxini folium European ash
Bild: Wikimedia Commons, Humoyun Mehridinov, CC BY-SA 4.0, komprimiert. Quelle öffnen

Wirkung und Einordnung

Evidenz: begrenzt (2/5)

Die Evidenz ist traditionell. Die EMA-Monografie erkennt Eschenblätter für begrenzte Beschwerden aufgrund langjähriger Anwendung an; eine klinisch ausreichend dokumentierte Wirksamkeit liegt nicht vor. Aussagen zu Gelenkschutz, Entzündungshemmung oder Nierengesundheit dürfen daher nicht über die traditionelle Einordnung hinausgehen.

flavonoidhaltig cumarinhaltig traditionell harntreibend traditionell bei Gelenkschmerz ökologisch prägender Waldbaum

Anwendung

  • Die EMA führt Eschenblätter traditionell zur Linderung leichter Gelenkschmerzen sowie zur Erhöhung der Harnmenge bei leichten Harnwegsbeschwerden. Beide Anwendungsgebiete beruhen auf langjähriger Verwendung und nicht auf einem gesicherten klinischen Wirksamkeitsnachweis.
  • Für die Durchspülungsanwendung ist ausreichendes Trinken erforderlich. Bei Gelenkbeschwerden soll eine pflanzliche Selbstbehandlung weder die Diagnose klären noch eine notwendige entzündungshemmende oder krankheitsmodifizierende Therapie ersetzen.
  • Phytochemische und präklinische Befunde zu Flavonoiden, Cumarinen und möglichen entzündungsmodulierenden Effekten sind biologisch plausibel, erlauben aber keine Aussage zur Wirksamkeit bei Arthrose, Rheuma, Gicht oder Harnwegsinfektionen.

Ökologische Bedeutung

Ökologie: gering (1/5)

Für dieses Profil liegen noch keine ausreichend belastbaren ökologische Detaildaten vor.

Studien und Quellen