Viburnaceae
Schwarzer Holunder
Sambucus nigra L.
Großer Strauch mit weißen Blütendolden und schwarzen Beeren. Arzneilich sind vor allem die Blüten traditionell bei Erkältungen relevant; rohe Pflanzenteile/Beeren können unverträglich sein.
Wirkung und Einordnung
Evidenz: begrenzt (2/5)
Blüten als Tee: laut EMA/HMPC traditionell zur Linderung früher Erkältungssymptome. Beeren als Saft oder Nahrungsergänzung: NCCIH beschreibt nur begrenzte und vorläufige Daten zu Erkältung/Infekten; diese Daten gelten nicht für Blütentee. Rohe oder unreife Beeren sowie grüne Pflanzenteile gehören wegen möglicher Giftstoffe nicht in die Selbstanwendung.
Anwendung
- Holunderblüten als Tee traditionell bei Erkältungsbeschwerden.
- Beeren nur reif und erhitzt verwenden; rohe Beeren und grüne Pflanzenteile meiden.
- Bei hohem Fieber, Atemnot oder längerem Krankheitsverlauf ärztlich abklären.
Ökologische Bedeutung
Ökologie: sehr hoch (5/5)
Holunder ist ein ökologisch sehr wertvolles heimisches Gehölz. Die Blüten werden von Fliegen, Käfern und Bienen besucht; die Beeren sind eine wichtige Nahrung für Amseln, Drosseln, Grasmücken und andere Vögel sowie Kleinsäuger.