Asteraceae
Huflattich
Tussilago farfara L.
Frühblühender Korbblütler mit gelben Blüten vor dem Blattaustrieb und später großen, hufähnlichen Blättern. Historisch als Hustenpflanze genutzt, heute wegen Pyrrolizidinalkaloiden sicherheitskritisch.
Wirkung und Einordnung
Evidenz: niedrig (1/5)
Blätter und Blüten wurden historisch-traditionell bei trockenem Reizhusten genutzt; diese Anwendung ist durch Schleimstoffe plausibel, aber klinisch nicht ausreichend abgesichert und sicherheitskritisch. Wegen Pyrrolizidinalkaloiden sind Tee aus selbst gesammeltem Huflattich und unkontrollierte Zubereitungen nicht zu empfehlen. Wenn überhaupt, kommen nur geprüfte PA-kontrollierte Fertigpräparate infrage.
Anwendung
- Die historische Anwendung bei trockenem Reizhusten beruht auf Schleimstoffen und traditioneller Erfahrung.
- Für Tee aus selbst gesammeltem Huflattich ist das Nutzen-Risiko ungünstig, weil Pyrrolizidinalkaloide lebertoxisch und potenziell krebserregend sein können.
- Wenn Huflattich überhaupt eingesetzt wird, dann nur als PA-kontrolliertes Arzneimittel und zeitlich begrenzt nach fachlicher Beratung.
Ökologische Bedeutung
Ökologie: hoch (4/5)
Huflattich ist eine sehr frühe Pollen- und Nektarquelle an offenen, oft gestörten Standorten. Früh fliegende Wildbienen, Honigbienen und Schwebfliegen nutzen die Blüten, bevor viele andere Arten blühen.