Asteraceae
Gänseblümchen
Bellis perennis L.
Kleine, ausdauernde Rosettenpflanze mit weißen bis rosafarbenen Zungenblüten und gelber Mitte. Gänseblümchen ist essbar und volksmedizinisch bekannt, besitzt aber keine belastbar etablierte klinische Anwendung.
Wirkung und Einordnung
Evidenz: niedrig (1/5)
Blütenköpfchen und junge Blätter als Wildkraut: Lebensmittel beziehungsweise traditionelle Frühjahrsküche. Tee oder äußerliche Auflagen: volksmedizinisch bei kleinen Hautreizungen, Prellungen oder Erkältungsbeschwerden, aber klinisch schwach belegt. Eine HMPC-Monographie mit anerkannter traditioneller Arzneianwendung liegt nach derzeitigem Stand nicht vor.
Anwendung
- Als essbares Wildkraut können junge Blätter und Blüten sparsam in Salaten oder Kräutermischungen verwendet werden.
- Volksmedizinische äußerliche Anwendungen bei kleinen Hautreizungen oder Prellungen sind traditionell, aber klinisch kaum abgesichert.
- Eine medizinische Behandlung tiefer, infizierter oder schlecht heilender Wunden darf dadurch nicht ersetzt werden.
Ökologische Bedeutung
Ökologie: hoch (4/5)
Gänseblümchen blüht über sehr lange Zeit und bietet niedrig wachsenden Rasen- und Wieseninsekten Pollen und Nektar. Besonders kleine Wildbienen, Schwebfliegen und Käfer profitieren in kurzrasigen, nicht überpflegten Flächen.