Brassicaceae
Hirtentäschel
Capsella bursa-pastoris (L.) Medik.
Häufiges Wildkraut mit kleinen weißen Blüten und dreieckig-herzförmigen Schötchen. Medizinisch relevant ist die traditionelle Anwendung bei starker Menstruationsblutung nach Ausschluss ernster Ursachen.
Wirkung und Einordnung
Evidenz: begrenzt (2/5)
Blühendes Kraut als Tee oder traditionelles Fertigpräparat: laut EMA/HMPC zur Reduktion starker Menstruationsblutungen, aber nur wenn ernsthafte Ursachen ausgeschlossen wurden. Andere Blutungen, Blutungen nach der Menopause oder plötzlich starke Beschwerden: keine Selbstbehandlung. Die Evidenz beruht auf langjähriger Anwendung, nicht auf robuster moderner Studienlage.
Anwendung
- Hirtentäschel wird traditionell zur Verminderung starker Menstruationsblutungen bei Frauen mit regelmäßigem Zyklus eingesetzt.
- Vor der Anwendung müssen ernsthafte Ursachen ungewöhnlicher Blutungen medizinisch ausgeschlossen sein.
- Die Pflanze eignet sich nicht zur Selbstbehandlung unklarer, plötzlich starker oder nach der Menopause auftretender Blutungen.
Ökologische Bedeutung
Ökologie: moderat (3/5)
Hirtentäschel ist ein häufiges Acker- und Ruderalwildkraut mit langer Blütezeit. Kleine Wildbienen, Fliegen und Käfer nutzen die Blüten; Samen können von Kleinvögeln aufgenommen werden.