Rosaceae
Mädesüß
Filipendula ulmaria (L.) Maxim.
Hohe Feuchtwiesen- und Uferstaude mit cremeweißen, stark duftenden Blütenständen. Traditionell relevant bei Erkältungen, fiebrigem Gefühl und leichten Gelenkbeschwerden; wegen salicylathaltiger Inhaltsstoffe sicherheitlich sorgfältig einzuordnen.
Wirkung und Einordnung
Evidenz: begrenzt (2/5)
Blühendes Kraut und Blüten als Tee: EMA/HMPC führt traditionelle Anwendungen bei Erkältungsbeschwerden und fiebrigem Gefühl. Blüten/Kraut bei leichten Glieder- oder Gelenkbeschwerden: traditionell und durch salicylatähnliche Inhaltsstoffe plausibel, aber klinisch nur schwach belegt. Die phytochemischen Studien von Bijttebier und Olennikov erklären Inhaltsstoffe und Teequalität, belegen aber keine starke klinische Wirkung.
Anwendung
- Als Tee traditionell bei Erkältungsbeschwerden und fiebrigem Gefühl.
- Traditionell auch bei leichten Gelenkbeschwerden und Gliederschmerzen, jedoch nicht als Ersatz für Schmerztherapie oder Diagnostik.
- Wegen Salicylat-Bezug nicht unkritisch mit ASS gleichsetzen und bei Risikogruppen vermeiden oder fachlich abklären.
Ökologische Bedeutung
Ökologie: sehr hoch (5/5)
Mädesüß ist eine Schlüsselstaude feuchter Hochstaudenfluren. Die Blüten werden von Schwebfliegen, Käfern, Wildbienen und Faltern besucht; die Pflanze strukturiert feuchte Säume und ist wichtig für Insekten feuchter Lebensräume.