Evidenzorientiertes Pflanzenwissen

Ginkgoaceae

Ginkgo

Ginkgo biloba L.

Alter, sommergrüner Baum mit fächerförmigen Blättern. Medizinisch relevant sind standardisierte Blattextrakte bei kognitiven Einschränkungen; Tees oder rohe Blätter sind damit nicht gleichzusetzen.

Ginkgobaum Fächerblattbaum Ginkgo bilobae folium
Bild: Wikipedia/Wikimedia, Ginkgo. Quelle öffnen

Wirkung und Einordnung

Evidenz: gut (4/5)

Standardisierte Ginkgo-Blattextrakte: EMA/HMPC beschreibt eine gut etablierte Anwendung zur Verbesserung altersbedingter kognitiver Beeinträchtigung und Lebensqualität bei leichter Demenz. Reviews zeigen kleine bis moderate Effekte, die stark vom Extrakt, der Dosis und der Patientengruppe abhängen. Tee, Rohblätter und unspezifische Supplements sind nicht gleichwertig belegt.

durchblutungsmodulierend neuroprotektiv präklinisch standardisierter Extrakt flavonoid- und terpenlactonhaltig

Anwendung

  • Wenn Ginkgo genutzt wird, sollten nur geprüfte, standardisierte Arzneiextrakte verwendet werden.
  • Die Studienlage bezieht sich nicht auf beliebige Nahrungsergänzung, Tee oder selbst gesammelte Blätter.
  • Vor Operationen und bei Blutverdünnern ärztlich abklären.

Ökologische Bedeutung

Ökologie: gering (1/5)

Ginkgo ist in Mitteleuropa eine eingeführte, windbestäubte Stadtbaumart. Sein Wert liegt eher in Klima- und Stadtgrünfunktionen als in enger Vernetzung mit heimischen Insekten.

Stadtgrün Vögel gelegentlich nicht heimisch windbestäubt Stadtbaum geringer Insektenwert

Studien und Quellen