Evidenzorientiertes Pflanzenwissen

Cannabaceae

Echter Hopfen

Humulus lupulus L.

Kletternde Staude mit weiblichen Zapfen, bekannt aus dem Bierbrauen. Arzneilich traditionell bei leichten Stresssymptomen und Einschlafproblemen genutzt, häufig in Kombination mit Baldrian.

Hopfen Bierhopfen Hops
Bild: Wikipedia/Wikimedia, Echter Hopfen. Quelle öffnen

Wirkung und Einordnung

Evidenz: begrenzt (2/5)

Weibliche Blütenstände, also Hopfenzapfen, als Tee, Tinktur oder Extrakt: laut EMA/HMPC traditionell bei leichten Stresssymptomen und Schlafstörungen. Kombinationspräparate mit Baldrian: häufig verwendet, aber die Wirkung lässt sich nicht automatisch Hopfen allein zuschreiben. Präklinische Daten zu GABA-bezogenen Mechanismen sind interessant, ersetzen aber keine robuste klinische Evidenz für Hopfen allein.

sedierend traditionell bitterstoffhaltig GABA-bezogen präklinisch aromatisch

Anwendung

  • Traditionell bei leichten Stresssymptomen und Einschlafproblemen.
  • Häufiger Bestandteil von Kombinationspräparaten mit Baldrian; Kombinationsdaten nicht automatisch auf Hopfen allein übertragen.
  • Kann müde machen; nicht vor Fahrtätigkeit testen.

Ökologische Bedeutung

Ökologie: hoch (4/5)

Hopfen ist eine heimische Kletterpflanze feuchter Säume. Obwohl die Blüten windbestäubt sind, ist die Pflanze als Raupenfutter relevant, unter anderem für den C-Falter; dichte Bestände bieten Struktur und Deckung.

C-Falter Schmetterlingsraupen Saumfauna Kleintiere Raupenfutterpflanze Kletterpflanze Feuchtsaum Deckung

Studien und Quellen