Cannabaceae
Echter Hopfen
Humulus lupulus L.
Kletternde Staude mit weiblichen Zapfen, bekannt aus dem Bierbrauen. Arzneilich traditionell bei leichten Stresssymptomen und Einschlafproblemen genutzt, häufig in Kombination mit Baldrian.
Wirkung und Einordnung
Evidenz: begrenzt (2/5)
Weibliche Blütenstände, also Hopfenzapfen, als Tee, Tinktur oder Extrakt: laut EMA/HMPC traditionell bei leichten Stresssymptomen und Schlafstörungen. Kombinationspräparate mit Baldrian: häufig verwendet, aber die Wirkung lässt sich nicht automatisch Hopfen allein zuschreiben. Präklinische Daten zu GABA-bezogenen Mechanismen sind interessant, ersetzen aber keine robuste klinische Evidenz für Hopfen allein.
Anwendung
- Traditionell bei leichten Stresssymptomen und Einschlafproblemen.
- Häufiger Bestandteil von Kombinationspräparaten mit Baldrian; Kombinationsdaten nicht automatisch auf Hopfen allein übertragen.
- Kann müde machen; nicht vor Fahrtätigkeit testen.
Ökologische Bedeutung
Ökologie: hoch (4/5)
Hopfen ist eine heimische Kletterpflanze feuchter Säume. Obwohl die Blüten windbestäubt sind, ist die Pflanze als Raupenfutter relevant, unter anderem für den C-Falter; dichte Bestände bieten Struktur und Deckung.