Asteraceae
Gewöhnlicher Löwenzahn
Taraxacum officinale Weber ex F.H.Wigg.
Häufige Rosettenpflanze mit gelben Blütenkörbchen und milchigem Saft. Traditionell bei leichten Verdauungsbeschwerden und zur Erhöhung der Urinmenge genutzt.
Wirkung und Einordnung
Evidenz: begrenzt (2/5)
Wurzel mit Kraut als Tee, Dekokt oder Bitterzubereitung: laut EMA/HMPC traditionell bei leichten Verdauungsbeschwerden und zur Erhöhung der Urinmenge. Blätter als Wildgemüse: Lebensmittel, keine eigene Arznei-Evidenz. Die Wirkung ist plausibel über Bitterstoffe und Durchspülung, aber klinisch nur begrenzt belegt.
Anwendung
- Als Bittertee traditionell bei Appetitlosigkeit und leichten Verdauungsbeschwerden.
- Zur Durchspülung traditionell mit ausreichender Flüssigkeitszufuhr.
- Nicht bei Gallenwegsverschluss oder akuten Gallenbeschwerden ohne ärztliche Abklärung.
Ökologische Bedeutung
Ökologie: sehr hoch (5/5)
Löwenzahn ist eine sehr wichtige Frühjahrsquelle für Pollen und Nektar. Er wird von zahlreichen Wildbienen, Honigbienen, Schwebfliegen, Käfern und Schmetterlingen besucht; die Samen werden außerdem von Finken und anderen Kleinvögeln genutzt.