Asteraceae
Arnika
Arnica montana L.
Geschützte Gebirgspflanze mit gelben Blütenkörbchen. Medizinisch nur äußerlich bei stumpfen Verletzungen relevant; innerliche Anwendung ist toxikologisch problematisch.
Wirkung und Einordnung
Evidenz: begrenzt (2/5)
Blüten äußerlich als Gel, Salbe oder verdünnte Tinktur: laut EMA/HMPC traditionell bei Prellungen, Verstauchungen und lokalisierten Muskelschmerzen. Arnika-Gel bei Handarthrose: Widrig et al. untersuchten eine spezielle topische Anwendung; das ist nicht dasselbe wie Wundbehandlung oder innerliche Einnahme. Innerlich: wegen Sicherheitsrisiken nicht geeignet.
Anwendung
- Nur äußerlich auf intakter Haut und zeitlich begrenzt anwenden.
- Bei Prellungen, Verstauchungen und stumpfen Verletzungen als Gel/Salbe traditionell verwendet.
- Nicht auf offene Wunden, Schleimhäute oder verletzte Haut.
Ökologische Bedeutung
Ökologie: hoch (4/5)
Arnika ist eine gefährdete Art magerer, saurer Wiesen und Bergheiden. Ihre Korbblüten werden von Wildbienen, Schwebfliegen, Käfern und Schmetterlingen besucht; ökologisch besonders bedeutsam ist sie als Zeigerpflanze artenreicher, extensiv genutzter Lebensräume.