Evidenzorientiertes Pflanzenwissen

Cupressaceae

Wacholder

Juniperus communis L.

Immergrüner Nadelstrauch mit blauschwarzen Beerenzapfen. Wacholder wird als Gewürz genutzt; arzneilich sind Beeren und ätherisches Öl traditionell relevant, aber sicherheitsbewusst zu verwenden.

Gemeiner Wacholder Kranewitt Juniper
Bild: Wikimedia Commons, Iifar, CC BY-SA 4.0. Quelle öffnen

Wirkung und Einordnung

Evidenz: begrenzt (2/5)

Beerenzapfen als Gewürz oder Tee: traditionell bei leichten Verdauungsbeschwerden; die innerliche Durchspülungsanwendung ist ebenfalls traditionell, aber sicherheitskritisch und nicht für längere Selbstbehandlung gedacht. Ätherisches Öl aus Juniperus communis: laut EMA/HMPC traditionell auch äußerlich bei Muskel- und Gelenkbeschwerden, aber nur fachgerecht dosiert. Gewürznutzung ist nicht gleich Arzneianwendung.

ätherisch-ölhaltig aromatisch diuretisch traditionell

Anwendung

  • Wacholderbeeren sind als Gewürz etabliert und werden traditionell bei Völlegefühl und Verdauungsbeschwerden genutzt.
  • Die innerliche Anwendung zur Durchspülung der Harnwege ist traditionell, aber wegen Sicherheitsaspekten nicht für längere Selbstbehandlung geeignet.
  • Wacholderöl wird äußerlich in Einreibungen bei Muskel- und Gelenkbeschwerden verwendet.

Ökologische Bedeutung

Ökologie: hoch (4/5)

Wacholder ist ein heimisches Struktur- und Vogelnährgehölz magerer Standorte. Die Beerenzapfen werden von Drosseln und anderen Vögeln gefressen; dichte Sträucher bieten Deckung, Brutplätze und Lebensraum für spezialisierte Gehölzfauna.

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Studien und Quellen