Evidenzorientiertes Pflanzenwissen

Asteraceae

Mutterkraut

Tanacetum parthenium (L.) Sch.Bip.

Aromatische Korbblütlerin mit margeritenähnlichen Blüten. Bekannt ist die Verwendung zur Migräneprophylaxe; die Evidenz ist gemischt und die Sicherheit wichtig.

Feverfew Chrysanthemum parthenium
Bild: Wikipedia/Wikimedia, Mutterkraut. Quelle öffnen

Wirkung und Einordnung

Evidenz: moderat (3/5)

Mutterkrautpräparate wurden zur Migräneprophylaxe untersucht; Cochrane fand Hinweise auf kleine Effekte, aber heterogene Studien und Präparate. Traditionelle Teeanwendung ist schwächer belegt. Für die Einordnung ist besonders wichtig: nicht als Akutmittel darstellen und Risiken klar nennen.

parthenolidhaltig entzündungsmodulierend präklinisch migränebezogen untersucht Korbblütler

Anwendung

  • Wenn überhaupt, eher als standardisiertes Präparat zur Vorbeugung, nicht zur Akutbehandlung eines Migräneanfalls.
  • Wirkung setzt nicht sofort ein und ist nicht verlässlich.
  • Nicht in Schwangerschaft und bei Korbblütler-Allergie.

Ökologische Bedeutung

Ökologie: moderat (3/5)

Mutterkraut ist in Gärten und Ruderalfluren eine leicht zugängliche Korbblütlerin für Schwebfliegen, Wildbienen und Käfer. Als eingebürgerte Kulturpflanze ist der Wert solide, aber nicht herausragend.

Schwebfliegen Wildbienen Käfer Korbblütler Ruderalpflanze Nützlinge Sommerblüte

Studien und Quellen