Evidenzorientiertes Pflanzenwissen

Hypericaceae

Johanniskraut

Hypericum perforatum L.

Sonnige Wildstaude mit gelben Blüten. Standardisierte Extrakte sind für leichte bis mittelschwere depressive Episoden untersucht, aber stark interaktionsrelevant.

Tüpfel-Johanniskraut Hartheu St. John's wort
Bild: Wikipedia/Wikimedia, Echtes Johanniskraut. Quelle öffnen

Wirkung und Einordnung

Evidenz: gut (4/5)

Blühendes Kraut als standardisierter Trockenextrakt: für leichte bis mittelschwere depressive Episoden gibt es gute klinische Evidenz und EMA/HMPC führt etablierte medizinische Verwendung auf. Tee oder einfache Hauszubereitungen: nicht mit diesen Extrakten gleichzusetzen und für Depression nicht ausreichend belegt. Ölauszug äußerlich: traditionell bei kleinen Hautreizungen; die Evidenz ist schwächer und Sonnenschutz bleibt wichtig.

stimmungsaufhellend photosensibilisierend entzündungsmodulierend

Anwendung

  • Bei Stimmungsthemen nur mit klarer Diagnostik und fachlicher Begleitung einsetzen.
  • Studien beziehen sich vor allem auf standardisierte Extrakte, nicht auf selbstgemachten Tee.
  • Ölauszug wird traditionell äußerlich bei kleinen Hautreizungen genutzt; Sonnenschutz beachten.

Ökologische Bedeutung

Ökologie: hoch (4/5)

Johanniskraut ist eine heimische Saum- und Magerrasenpflanze. Die gelben Blüten liefern vor allem Pollen für Wildbienen und Schwebfliegen; Hypericum-Arten werden außerdem von spezialisierten Insekten genutzt.

Wildbienen Schwebfliegen Käfer Sauminsekten Pollenpflanze Saum Magerrasen Johanniskraut Hypericum

Studien und Quellen